.

 

Geräte

(fast)Faire Computermaus
Über die webseite www.nager-it.de kann eine zu 2/3 fair gehandelte Computermaus in verschiedenen Designs erworben werden.
Damit wird ein Projekt unterstützt, einen Schritt in Richtung fair gehandelte Elektronik zu gehen - gleichzeitig wird aber auch deutlich, wie schwer es sein wird, langfristig komplett fair gehandelte Elektronik zu beziehen. Eine Unterstützung dieser Initiative ist ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung!

Statt neuer Laptops alte reparieren lassen
Das Ökoinstitut hat zusammen mit dem Umweltbundesamt dies untersucht und kommt zu dem obigen Ergebnis, da bei Laptops mehr als die Hälfte der Klimaschädigung auf die Produktionsphase entfällt. Wir sollten nicht auf jede Neuentwicklung reagieren, selbst wenn das Laptop dann noch eine Idee schneller wird. Oft lässt sich ein altes Laptop auch mit ein paar Veränderungen und Einsatz neuerer Programm fit machen. Es geht nicht nur um die Frage des Klimaschutzes. Wenn ein Laptop einige Jahre länger genutzt wird, werden auch Rohstoffe geschont.

Wenn nun doch ein neues Handy erforderlich ist, dann suchen Sie sich ein energiesparendes aus, das auch nur das leistet, was Sie brauchen.

Drucker und Kopierer
Bei Neuanschaffungen empfiehlt sich, Produkte der Firma Ricoh zu überprüfen, da Firma Ricoh von den beiden im deutschsprachigen Raum führenden Ratingagenturen für Nachhaltigkeit als Unternehmen bezeichnet wird, das in seiner Unternehmenskonzeption besonderen Wert auf „ökofair legt“ (Stand Juni 2010). Beim Kauf von Druckern bzw. Kopierern ist folgendes zu empfehlen:
.Wird der Drucker / Kopierer wirklich gebraucht, sog. Multifunktionsgeräte sind oft in der Anschaffung und im Verbrauch
     teurer (vielleicht kann man das trennen oder auf etwas verzichten)
. Sinnvoll ist es Drucker / Kopierer in ein ggf. vorhandenes Netzwerk (z.B. bei Büros) zu integrieren, dann werden
     PC-Drucker möglicherweise überflüssig (Kostenersparnis und Vermeidung der Raumklimabelastung)
.Stets sollte man Anschaffungs- und Folgekosten vergleichen (Es gibt viele billige Drucker, bei denen in Folge die Toner
     sehr teuer sind und/oder der Energieverbrauch sehr hoch ist)
.Bei einer hohen Anzahl von Kopien/Drucken und bei häufigem Drucken oder Kopieren empfiehlt sich ein Schwarz-Weiß
     Laserdrucker. Die Ausdrucke sind scharf und haltbar; bei Farbdruck und Fotodruck ist eher ein entsprechender
     Tintenstrahldrucker empfehlenswert. Sie sollten deshalb im Vorfeld ihren Bedarf festlegen und dann prüfen, welches
     Gerät ihren Anforderungen entspricht.
.Gerade für Gemeindebüros sollte man darauf achten, dass eine Duplexfunktion gegeben ist, d.h. das automatische
     Drucken von Vor- und Rückseite (spart Papier und Zeit)
.Auf den Energieverbrauch achten, nicht nur im Vollbetrieb, sondern auch im Bereitschaftsbetrieb (Druckbereitschaft,
     Energiesparzustand); Vorsicht: es gibt sogar Drucker/Kopier, die Energie verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind.
     Achten sollte man auch auf die Vorwärmzeit. Ist ein Fax angeschlossen, so liegt der Energieverbrauch sehr hoch, weil es
     Tag und Nacht den Bereitschaftsbetrieb erfordert.
.Nur Laserdrucker anschaffen, die über einen sog. „Transfer Roller“ verfügen, diese Geräte arbeiten ozonfrei.
     Laserdrucker mit Koronadraht produzieren Ozon und sollten deshalb einen Ozonfilter haben. Da das meist in der
     Beschreibung nicht aufgeführt ist, muss man den Händler fragen
.Drucker/Kopierer sollten am besten mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann mit
     dem Label TCO 99. Diese Geräte haben strengere Emissionswerte. Das Label „ Energie Star“ bezieht sich auf den
     Stromverbrauch, hat jedoch großzügigere Kriterien.
.Zu Ihrem bzw. zum Schutz der Mitarbeiter(innen) sollte man auch auf die Lärmentwicklung und neben Ozon auch auf
     andere Emissionen achten wie Benzol, Styrol, Staub und TVOC (TVOC („Total Volatile Organic Compounds“) ist die
     Gesamtmenge aller „flüchtigen organischen Verbindungen“ zur Bestimmung von Schadstoffen in der Raumluft, etwa
     durch Laserdrucker. Dazu gehören CMR-Stoffe, Benzol und Styrol.
.Die Druck/Kopiergeräte müssen der Richtlinie 2002/95/EG, der sog. ROHS Richtlinie entsprechen. Damit wird die
     Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe wie z.B. Blei eingeschränkt

Die Geräte sollten das CE und GS-Siegel tragen.

Computer und iPhones bzw. iPads
Brot für alle und Fastenopfer in der Schweiz (vergleichbar Brot für die Welt bzw. Misereor) haben in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut SOMO aus den Niederlanden und der Studentenorganisation SACOM aus China die Zulieferbetriebe für die großen Computer-hersteller in China, Thailand und den Philippinen auf die Arbeitssituation hin untersucht. Das Ergebnis war erschreckend. Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter – viele davon junge Frauen zwischen 16 und 30 Jahren – müssen unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Es fehlen existenzsichernde Löhne, Arbeitsverträge und Arbeitsschutzmassnahmen. Das wird zusätzlich dadurch gefördert, dass die Betriebe in speziellen Wirtschaftszonen liegen. Für die ausländischen Unternehmen sind die unbürokratische Erlangung von Genehmigungen, eine Steuerbefreiung oder eine gute Infrastruktur der Vorteil. Für die Arbeiter heißt das vor allem Unterdrückung und eingeschränkter Rechtszugang.

Brot für alle und Fastenopfer fordern von den Computerfirmen, dass sie in ihren Zulieferfabriken für faire Arbeitsbedingungen einstehen und diese durch Verhaltenskodices und Verträge schützen.
Das Ziel der ins Leben gerufenen Kampagne High Tech-No Rights der beiden Organisationen basiert auf folgenden Zielen:
1. Die Einhaltung der in den Arbeitsnormen der ILO enthaltenen Grundrechte:
.Garantierte Mindestlöhne, die ein Existenz-Minimum und ein Leben in Würde ermöglichen
.Geeignete Schutzmaßnahmen bei gesundheitsgefährdenden Arbeiten
.Regelung der Arbeits- und Ruhezeiten sowie deren Einhaltung
.Verbindlichkeit: Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen definieren ein festes Beschäftigungsverhältnis
.Organisationsfreiheit und kollektive Verhandlungen
.Diskriminierungsverbot (bezogen auf Geschlecht, Ethnie,Religionszugehörigkeit)
.Keine Zwangsarbeit
.Verbot der Kinderarbeit

2. Die Information und Weiterbildung der ArbeiterInnen der Zulieferfirmen in den Entwicklungsländern über ihre Rechte
(aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011)

Bei der untenstehenden Beurteilung durch die katholische und evangelische Entwicklungshilfeorganisationen hat Hewlett-Packard deutlich die beste Beurteilung, auch wenn es dort auch noch erhebliche Missstände gibt.

Acer
Situation in den chinesischen Zulieferfirmen
Zulieferfirmen: Lite-On Electronics, Lite-On Computer Technology, Lite-On Xuji
Evaluation: Engagement: mangelhaft; Trnasparenz: mangelhaft
( aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011 dort auch Details)

Apple
Situation in den chinesischen Zulieferfirmen
Zulieferfirmen: Primax, Lite-On Electronics, Lite-On Xuji, Volex
Evaluation: Engagement:mittel; Transparenz: mangelhaft
(aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011 dort auch Details)

"Apple geht über Leichen
Seit Jahren wird die Firma Apple kritisiert, dass in dem Zulieferbetrieb Foxconn in China katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen. Seit Jahren reagiert Apple nicht auf die Kritik, obwohl Apple 2008 behauptete, dass sie hohe Anforderungen an die Arbeitsplatzsicherheit stellten. Mitte letzten Jahres hat Apple für das Werk Foxconn in Shenzen zugesagt, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen, es hat sich aber nichts verändert – Anfragen an die Firma Apple beantwortet der Pressesprecher mit der Aussage, dass man sich zu Vorwürfen nicht äußere:
.2010 gab es in der Firma Foxconn eine Selbstmordserie
.2008 und 2009 hatten sich Arbeiter bei dem Reinigen von iPhones und iPads mit Lösungsmittel vergiftet. Die
     Behandlungskosten mussten die Arbeiter selbst zahlen.
.Es herrscht ein autoritärer Führungsstil laut Sacom, einer Hongkonger Arbeitsrechtsorganisation
.Sacom beklagt die geringen Löhne, die nicht zum Leben reichen. Der Nettogewinn von Apple in Höhe von 4 Milliarden
     Euro im ersten Quartal 2011 geht zu Lasten der chinesischen Arbeiter. Faire Löhne würden die Apple Produkte nicht viel
     teurer machen, denn die Arbeitskosten eines iPhones machen nur ein Prozent des Endverkaufspreises aus.
.Der Arbeitsdruck ist hoch und es gibt viele unbezahlte Überstunden. 2008 berichteten Arbeiter, dass bis zu 120
     Überstunden pro Monat leisten mussten. Einen freien Tag gibt es nur alle 14 Tage
.Am 20.Mai hat es in einem chinesischem Werk eine Explosion gegeben, wobei zwei Mitarbeiter starben und 16
     verwundet wurden. Dies ereignete sich in der Abteilung, in der iPads poliert werden. Die Werkshalle ist von ultraleichtem
     Staub durchzogen, den die Arbeiter einatmen, obwohl sie Atemmasken haben. Wenn die Arbeiter abends ihre
     Baumwollhandschuhe ausziehen, sind ihre Hände mit Aluminiumstaub bedeckt. Die Belüftung des Werkes ist völlig
     unzureichend. Die Familien der Opfer werden von der Polizei abgeschirmt, damit Reporter sie nicht zu dem Vorfall
     befragen können
. In einigen Werken finden Bauarbeiten statt. Die Arbeiter werden gegen den entstehenden Baustaub nicht geschützt.
     Foxconn ist der Welt größte Zulieferer der Elektronikindustrie. Zu seinen Kunden zählen auch Nokia, Hewlett Packard,
     Dell, Sony und Motorola."
(Quelle Greenpeace Magazin 4.11 und MakeITfair Homepage www.makeitfair.org)

Dell
Situation in den chinesischen Zulieferfirmen
Zulieferfirmen:Primax, Lite-On Electronics, Lite-On Computer Technology, Lite-On Xuji, Tyco, Volex
Evaluation: Engagement: mittel; Transparenz: mittel
( aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011 dort auch Details)

Fujitsu
Soziale Unternehmensverantwortung in China
Evaluation: Engagement: mangelhaft; Transparenz: mangelhaft
(aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011 dort auch Details)

Hewlett Packard
Situation in den chinesischen Zulieferfirmen
Zulieferfirmen: Primax, Lite-On Electronics, Lite-On Computer Technology, Lite-On Xuji, Tyco, Volex
Evaluation: Engagement: hoch; Transparenz: hoch
( aus www.fair-computer.ch Stand Juni 2011 dort auch Details)

Weitere Informationen: www.pcglobal.org


Handys
Die Kampagne MakeITfair hat im September 2008 eine Studie unter dem Namen: „Silenced to deliver – Mobile Phone manufacturing in China and the Philippines, finanziert von der EU, herausgebracht.
In dieser Studie wird den Firmen Nokia, Motorola, Samsung, LG, Apple, Sony, Ericsson, Maybe vorgeworfen gegen faire Praktiken verstoßen zu haben (Einzelheiten siehe S. 13 obiger Studie). Erschwerend kommt hinzu, dass laut dem Magazin für professionelle Informationstechnik die Firma Samsung und die Firma LG es nicht für nötig befunden haben, eine Kommentierung zu den Vorwürfen abzugeben.
Bloomberg Business News meldet am 13.Januar 2011 zusätzlich, dass am 3. und 11. 1. je ein Arbeiter Selbstmord in der Firma Samsung begangen haben. Die Firma denkt danach darüber nach, ob sie Gesundheitschecks und psychotherapeutische Beratung einführen soll.

Kühlgeräte
Der Stromverbrauch bei Kühlgeräten darf nicht vernachlässigt werden. Hier lässt sich sparen:
.Oft bekommen Kirchengemeinden „ alte Schätzchen“ von Gemeindegliedern geschenkt. Diese „Schätzchen“ sind oft  
     Energiefresser und entpuppen sich als Geldgrab
.Überprüfen Sie die Literzahl der Kühlgeräte anhand der tatsächlichen Notwendigkeit, aufgeteilt nach Dauergebrauch und
     gelegentlichem Gebrauch. Stellen Sie sicher, dass nur die Geräte angeschlossen sind, die momentan gebraucht werden.
. Kühlschränke ohne Gefrierfach brauchen weniger Energie, das gleiche gilt für Tiefkühltruhen statt Tiefkühlschränken
.Überprüfen Sie Ihre Kühlgeräte in Bezug auf Stromverbrauch, moderne sparsame Kühlgeräte brauchen teilweise
     weniger als 1/4 der Energie von alten und neuen Energiefressern. Denken Sie nach Ermittlung des Verbrauch
     (siehe oben) über Neuanschaffung nach. Selbst, wenn man unveränderte Strompreise unterstellt, sind die neuen
     Kühlgeräte schon oft nach 5- 10 Jahren bezahlt, wobei man eine Mindestlebensdauer von 15 Jahren unterstellt.
.Beispiele von sparsamen Kühlgeräten: Standgerät ohne Gefrierfach: Liebherr KTP 1750 Fassungsvermögen 104 L
     Verbrauch 84 KWH pro Jahr; Einbaugeräte ohne Gefrierfach: Miele K 9252i-1 Fassungsvermögen 152 L Verbrauch
     89KWH pro Jahr; Gefriertruhe: Miele GT 228 ES Fassungsvermögen 195 L Verbrauch 113KWH; Gefrierschrank:
     Liebherr GP 1466 Premium Fassungsvermögen 104 L Verbrauch 135 KWH

Vieles hängt auch vom täglichen Gebrauch ab:
.5 Grad im Kühlschrank sind ausreichend. Überprüfen sie das mit einem Thermometer
.Lüftungsschlitze der Kühlgeräte nicht zustellen
.Jedes Jahr bei den Lamellen hinten den Staub absaugen
.Tiefkühlkost so rechtzeitig rausnehmen, dass sie im Kühlschrank auftauen kann
.Warme Speisen erst auf Zimmertemperatur abkühlen und dann in den Kühlschrank
.Volle Kühlgeräte brauchen weniger Energie als halbleere, deshalb bei mehreren Geräten im Gebrauch nach Möglichkeit
     in ein Gerät packen und das andere ausschalten
.Kühlgeräte nach Möglichkeit in ungekühlten Räumen aufstellen, ansonsten so weit als möglich von der Heizung
     und Herd entfernt
.Eisbeläge entfernen, wenn sie 2 cm stark sind